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Wintersemester 2004/2005

PROSEMINAR: Ignatius von Antiochien

2004 Jahre Kirchengeschichte bieten eine fast unüberschaubare Fülle Materials für das eigene kirchenhistorische Arbeiten. Um so dringlicher ist es, sich gerade am Beginn des Studiums methodisches Handwerkszeug anzueignen. Das Rüstzeug für den eigenen Umgang mit Quellen läßt sich mit Freude erarbeiten, wenn eine kirchenhistorisch und forschungsgeschichtlich schillernde Figur wie Ignatius von Antiochien im Mittelpunkt steht. Die Briefe des antiochenischen Bischofs bieten das Testfeld für die verschiedenen Arbeitsschritte.

ÜBUNG: Predigt in der Alten Kirche

Ziel der Übung ist es, anhand ausgewählter Quellen, Einblicke in die Anfänge, Entwicklungen und Ausprägungen der christlichen Predigt zu gewinnen. Angefangen bei der Verwurzelung christlicher Predigt in der Schriftauslegung des jüdischen Gottesdienstes sollen Predigten aus dem Neuen Testament und den Schriften der apostolischen Väter besprochen werden. Für die Entwicklung der Predigt stehen die Zusammenhänge von Predigt und Schriftauslegung bei Origenes sowie Predigt und Sozialgeschichte bei Clemens von Alexandrien im Zentrum des Interesses. Die Ausprägung der christlichen Predigt wird am Beispiel von Predigt in theologischen Kontroversen bei Eusebius von Emesa und Johannes Chrysostomus beleuchtet. Predigt und Heiligenlob im Kontext der Fest- und Heiligenpredigt läßt sich anhand der panegyrischen Reden des Johannes Chrysostomus diskutieren. Auch die Predigt im "kleinen Kreis" der monastischen Unterweisung soll durch griechischen Ephraem nicht zu kurz kommen. Der Zusammenhang von Predigt und Bildung bei Ambrosius von Mailand und Augustinus runden das Übungsprogramm ab.


Sommersemester 2005

ÜBUNG: Die Alte Kirche und die Medizin

Wer darf dem Christen helfen, wenn er krank ist? Soll er lieber auf Gott vertrauen und beten oder einen Arzt rufen? Ist die Einnahme von Medikamente schon Ausdruck tiefsten Unglaubens? Darf man die Pflege von Kranken institutionalisieren und Krankenhäuser errichten oder sollte man sich lieber mit den Mängeln der von Sünde gezeichneten Welt abfinden? Im Umgang mit Fragen um Medizin und Arzt ringt die Alte Kirche um eine lebensnahe Antwort auf ein für jeden Christen existentielles Thema.

ÜBUNG: Zur Vorlesung Kirchen- und Theologiegeschichte III (Reformation und Katholische Reform) von Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies

Vertiefende Lektüre ausgewählter Texte zur Vorlesung.


Wintersemester 2005/2006

PROSEMINAR: Luthers Katechismen

Es gibt wohl kaum eine evangelische Christin oder einen evangelischen Christ, der noch nichts mit Luthers berühmten Katechismen zu tun hatte. Seien die Katechismen durch die Erinnerung an vergangene Kindergottesdiensttage versüßt oder durch die Gedanken an das schweißtreibende Auswendiglernen in der Konfirmationszeit gehaßt - sie behalten ihre zentraler kirchenhistorische Bedeutung. Was verraten die Katechismen über die Zeit, in der sie entstanden sind? Welche sozialen Strukturen und welches Bildungssystem setzen sie voraus? Welche Aufgabe kommt ihnen im Zuge der Reformation zu? Und nicht zuletzt, was verraten sie über den Mann, der sie schrieb, und seine Theologie?

ÜBUNG: Zur Vorlesung Kirchen- und Theologiegeschichte IV
von Frau PD Dr. Katharina Greschat

Die Vorlesung will einen knappen Überblick über die Zeit zwischen dem Augsburger Religionsfrieden und dem theologischen Neubeginn mit Schleiermacher bieten. Der Schwerpunkt wird auf den Interdependenzen zwischen Orthodoxie, Pietismus und Aufklärung liegen.


Sommersemester 2006

ÜBUNG: Konstantin der Große

Flavius Valerius Constantinus, später genannt der Große, ist für die Geschichte der Kirche eine der bedeutendsten aber sicher auch umstrittensten Personen. War Konstantin Christ? Welche Rolle spielt er bei der Ausbreitung des Christentums im römischen Reich? Welche langfristigen Folgen zeitigte seine Herrschaft für das komplizierte Gefüge des römischen Staates, der jungen katholischen Kirche sowie für deren Beziehung zum Staat? Diese Fragen bilden nur einen Ausschnitt aus der kontroversen Diskussion um die Gestalt des "ersten christlichen Kaisers", die auch im Proseminar kontrovers fortgesetzt werden soll.

ÜBUNG: Zur Vorlesung Kirchen- und Theologiegeschichte V
von Frau PD Dr. Katharina Greschat

Vertiefende Lektüre ausgewählter Texte zur Vorlesung

Wintersemster 2006/2007

ÜBUNG: Die Taufe in der Alten Kirche

In der Taufe geht es nicht nur um die Frage „Wie wird man Christ?“, sondern um die umfassende Frage „Was bedeutet Christsein überhaupt“. Die Übung macht zur Beantwortung der Frage an zentralen Stationen der alten Kirchengeschichte - angefangen bei der Taufe Johannes’ des Täufers bis hin zu den großen Entwürfen des Taufunterrichts unter den Bedingungen der Reichskirche bei Theodor von Mopsuestia, Johannes Chrysostomus und Cyrill von Jerusalem - halt.

ÜBUNG: Johannes Chrysostomus in Antiochien

Wer das heutige Antakya bzw. Nahr ’el Asi in der Provinz Hataye mit seinen etwa 38000 Einwohnern besucht, ahnt wenig von der ehemals „schönsten Stadt des Ostens“, wie Ammianus Marcellinus seine Heimatstadt nannte. Der Stadtrhetor Libanius hatte ihr in seinem „Antiochikus“ eine glühende Lobrede gehalten. Das frühe Wirken des Kirchenvaters Johannes Chrysostomus (geb. um 349 n.Chr.) ist nur über seine vielgestaltigen Beziehungen zu seiner Heimatstadt auszuloten. In welchen kirchlichen Verhältnissen wurde er groß? Welche Rolle spielten die in der Stadt und auf dem angrenzenden Bergen siedelnden Asketen für den jungen Johannes? Wie gestalten sich heidnische Kulte, Aberglaube und allzu menschliche Schwächen der christlichen Gemeindeglieder in der frühen Zeit der Reichskirche? Wie predigt Chrysostomus in einer christlichen Großstadtgemeinde zu einer Zeit, die noch alles andere war als eine christliche Ära (Wilkens)?


Sommersemester 2007

PROSEMINAR: Sechs Bücher über das Priestertum des Johannes Chrysostomus

Was wird von einem jungen, fleißigen und klugen Menschen im spätantiken Antiochien erwartet, wenn er sich für einen kirchlichen Lebensweg entscheidet? Der Dialog über das Priestertum ist das erste Werk der antiken christlichen Literatur, das in seiner Überschrift eine thematische Behandlung des Priestertums anzeigt. Kaum hatte Johannes Chrysostomus die sechs Büchlein verfasst, war der Ruf des Werkes schon bis zu Hieronymus nach Bethlehem vorgedrungen, und in der Folgezeit haben Generationen von Priesterkandidaten nach dem goldenen Büchlein ihr Berufsbild geformt. Die kirchenhistorisch hoch interessante Programmschrift des jungen Priesters bietet ein weites Testfeld zum Erlernen und Einüben der unterschiedlichen kirchenhistorischen Arbeitsschritte.

ÜBUNG: Griechische Lektüre zum Proseminar „Sechs Bücher über das Priestertum des Johannes Chrysostomus“




Wintersemester 2007/2008

ÜBUNG: Frühchristliche Apologeten

Im Zuge des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts entsteht eine neue Art christlicher Schriften. Die sogenannte Apologetik bestimmt für lange Zeit die literarische Produktion christlicher Autoren. Auch wenn sie sich an die griechisch-römische Welt des Imperiums richten, entfalten sie ihre Wirkung mehr im eigenen Haus. Wie gestalten Aristides, Justin, Tatian und andere ihre intellektuelle Rechtfertigung des christlichen Glaubens? Welche Strategien verfolgen sie, wenn sie den ungeheuerlichen Anspruch erheben, das Christentum gegenüber paganer Philosophie als „wahre Philosophie“ zu erweisen? Was haben sie Vorwürfen, die das Christentum als moralisch minderwertig diffamieren, entgegen zu setzen? Welche Rolle teilen sie dem Christentum im Römischen Reich zu? Indem sich die Apologeten traditioneller Religiosität und philosophischer Rationalität entgegenstellen, präsentieren sie das Christentum - „überraschend aktuell“ (Fiedrowicz) - als Synthese von Religion und Philosophie.

ÜBUNG: Zur Vorlesung Kirchengeschichte I
von Frau PD Dr. Katharina Greschat

Die Entwicklung des Christentums von einer kleinen verfolgten Sekte mit universalem Anspruch und einer subversiven Gegenkultur zu einer gesellschaftlichen Kraft ist bis heute das vermutlich folgenreichste Ereignis der antiken Geschichte gewesen, die Europa bis heute entscheidend prägt. In der Vorlesung soll dieser vielschichtige Prozess nachgezeichnet und anschaulich gemacht werden. Dabei wird es auf dem Hintergrund der Gegebenheiten des römischen Reiches sowohl um die Entwicklung christlicher Institutionen als auch des theologischen Denkens und des christlichen Lebens gehen.


Sommersemester 2008

PROSEMINAR und ÜBUNG: Vaterunserauslegungen in der Alten Kirche

Das Vaterunser steht im Mittelpunkt des Proseminars. Anhand seiner Auslegungen werden kirchenhistorische Arbeitsweisen eingeübt und bedeutende Theologen des antiken Christentums vertraut gemacht: Tertullian und Cyprian von Karthago haben das Vaterunser ausgelegt, ebenso Origenes von Alexandrien und Gregor von Nyssa, Cyrill von Jerusalem und Ambrosius von Mailand. Auch Augustinus hat sich in mehreren Schriften zum Vaterunser geäußert.


Wintersemester 2008/2009

ÜBUNG: „Der glühende Liebhaber Christi“ - Paulus in Antiochien
– zusammen mit Dr. Simon Gerber, BBAW

„Ich liebe alle Heiligen, besonders aber den heiligen Apostel Paulus“, schwärmte der antiochenische Prediger Johannes Chrysostomus seiner Gemeinde vor. Es gibt viele Gründe für das gesteigerte Interesse, das Paulus und seine Briefen im vierten Jahrhundert fanden: die Notwendigkeit einer ausgefeilten Dogmatik, den Aufschwung der Taufe und des katechetischen Unterrichts für Taufbewerber, die Verbindung zwischen Christentum und Imperium und nicht zuletzt die Suche nach einem verläßlichen Gewährsmann für die neue asketisch-monastische Lebensform. Anhand ausgewählter Texte der Paulus-Auslegungen zweier antiochenischer Schulkameraden - Johannes Chrysostomus (+ 407), gefeierter Prediger, 398-404 Bischof der Reichshauptstadt Konstantinopel und Theodor (+ 428), seit 392 Bischof von Mopsuestia in Kilikien - bietet die Übung zentrale Einblicke in die Bibelauslegung und die „Paulusrenaissance“ des vierten nachchristlichen Jahrhunderts.

ÜBUNG: Zur Vorlesung Kirchengeschichte III von Herrn PD Dr. Anselm Schubert

In der Übung werden die Inhalte aus der Vorlesung Kirchengeschichte III von Herrn PD Dr. A. Schubert wiederholt und ausgewählte Quelltexte gelesen.


Sommersemester 2009

LEKTÜREÜBUNG: Theodoret von Kyrrhos – Eranistes

Der um das Jahr 393 in Antiochien geboren Theodoret gehört zu den fruchtbarsten Schriftstellern der griechischen Kirche und steht mit seinem Schaffen inmitten der christologischen Kontroversen des fünften nachchristlichen Jahrhunderts. Die Lektüre befasst sich mit Auszügen aus dem dogmatischen Hauptwerk Theodorets, dem Eranistes, einer gegen Eutyches gerichteten Streitschrift, die nicht zuletzt wegen ihrer zahlreichen Testimonien historisch besonders wertvoll ist.

ÜBUNG: Christentum vor und nach Kaiser Konstantin I

Die Haltung des römischen Staates zu der anfangs unbedeutenden, sich jedoch immer weiter ausbreitenden Gemeinschaft der Christen ist ein zentrales Thema der Kirchengeschichte. Nach einer langen Zeit der Illegalität erfolgten kurz nacheinander die 37 Gleichstellung mit den übrigen Kulten (311 bzw. 313 n.Chr.) und die zunehmende Förderung durch die römischen Kaiser, die sich dem Christentum auch persönlich zuwandten. Vor dem Hintergrund dieser Umstände versuchen wir, die Haltung der Christen zu Staat und Gesellschaft vor und nach der Wendezeit, die heute mit dem Namen Kaiser Konstantins I. verbunden ist, zu untersuchen. Dabei wird auch die Frage gestellt, inwieweit sich durch Legalisierung bzw. Förderung Veränderungen in der christlichen Kirche und Wandlungen im Verhältnis der Christen zu Staat und Gesellschaft ergaben.


Wintersemester 2009/2010

PROSEMINAR und LEKTÜREÜBUNG: Origenes, Contra Celsum

Am Beispiel der wahrscheinlich im Jahr 248 n.Chr. abgefaßten acht Bücher gegen den heidnischen Philosophen Celsus des aus Alexandrien stammenden Theologen Origenes (um 185–etwa 253 n.Chr.) wird im Proseminar in die Methoden des kirchengeschichtlichen Arbeitens und zugleich in die Geschichte des antiken Christentums eingeführt.


Sommersemester 2010

VORLESUNG: Reformationsgeschichte, 3-stündig

VORLESUNG: Alte Kirche, 2-stündig


Wintersemester 2010/2011

PROSEMINAR: Die Kirche in der Zeit der Kreuzzüge

HAUPTSEMINAR: Die Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus

VORLESUNG: Theologiegeschichte, 2-stündig

SPRACHKURS: Griechisch I, 6-stündig